„Sis Länd is your Länd, sis Länd is mei Länd“, sang mal der gute Woody Guthrie, von mir ins schwäbisch-hippe Denglisch übersetzt. Jetzt isch Schluß mit nett und luschdig. Das Fahren mit der eingleisigen Brenzbahn war schon am Montag eine Zumutung. Seit Jahren sage ich dem Zugpersonal, dass dringend mal die Gleise zwischen Langenau und Ulm neu gemacht werden müssen. Jetzt hat vermutlich irgendein Marketing-Manager der Bahn das neue Wort „Langsamfahrstrecke“ für Streckenabschnitte eingeführt in denen der Zug zum Glück noch nicht aus den Gleisen gehüpft ist, weil die Gleise so krum sind. Die gibts jetzt auch in Richtung Ravensburg auf der „Schwäbsche Eisabah-Linie“. Langsamfahrstrecke… sowas wie 30er-Zone, „slow food“ oder was soll das werden, bei 35 Grad ohne funktionierende Klimaanlage? Entschleunigung dank Deutschlandticket, aha. Leute, ich als normaler Arbeitnehmer, der ökologisch etwas konsequent sein will, brauche kein Stuttgart 31, keinen grünen S-Klasse Mercedes oder Maybach und schon gar keinen Porsche. Ich brauche einen funktionierenden Regionalzug! Ich pendle seit 13 Jahren geduldig zwischen Herbrechtingen und Ulm, aber jetzt reichts! Daher habe ich jetzt meinen Zorn umgesetzt in den einzig wirklichen schwäbischen Folk-Song. Diesmal allerdings nicht für Kinder sondern für Erwachsene. Danke an das Zugpersonal, das bei allen Widrigkeiten seit Jahren sein Bestes gibt.
Hier noch die Inhaltsstoffe des Liedes: Produziert in den Gardenschtrieet-Schdudios in Bolheim auf Tascam DP008EX. Abgemischt auf refurbished Computer von ESM mit Presonus Artist. Text und Gesang: Olaf Schrader, Gitarren: OS, Mundharmonika: OS, Bass: OS; Beats: Loops von Best-Service. KI-frei.